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ÖSTERREICHISCHE AUSBILDUNGSGESELLSCHAFT
FÜR TRADITIONELLE CHINESISCHE MEDIZIN (TCM)

Mai 2019

Westliche Heilkräuter

Westliche Heilkräuter - Rezepturen für Syndrome der TCM
Seminar C

Westliche Heilkräuter - Rezepturen für Syndrome der TCM
Die Diagnostik nach der Traditionellen Chinesische Medizin wird immer beliebter und somit auch die chinesische Phytotherapie. So werden auch sogenannte westliche Kräuter nach Kriterien der TCM beschrieben und in der Behandlung eingesetzt.

In diesen Kursen werden Rezepturen aus westlichen Kräutern beschrieben.
Diese Rezepturen sind nach Syndromen entsprechend den TCM Syndromen (wie z.B.: Blut-Mangel, Yin-Mangel, Feuchte-Hitze, etc.) angeordnet.
Mit Absicht sind die Rezepturen nach TCM Syndromen und nicht nach schulmedizinisch definierten Krankheitsbildern geordnet.

Klassische TCM-Rezepturen zeichnen sich durch ihren Aufbau aus:
Die meisten Rezepturen enthalten zumindest drei der vier Hauptbestandteile:

Kaiserkraut (Jun)
Ministerkraut (Chen)
Botschaftskraut (Zuo)
Polizeikraut (Shi)

Argumente, die dafür sprechen, westliche Kräuter nach TCM-Kriterien einzusetzen:

1.Die meisten unserer Kräuter wachsen in der unmittelbaren Umgebung. Manche finden wir sogar in unserem eigenen Garten.
2.Sie sind leicht zu beziehen und billiger als die chinesischen Kräuter.
3.Sie können kontrolliert angebaut werden.
4.Die gesetzliche Zulassung ist geregelt.
5.Sie können entsprechend den TCM-Kriterien nach einer Diagnosefindung, die aus einem ärztlichen Anamnese-Gespräch sowie den Methoden: Zungendiagnostik und Pulsdiagnostik besteht, präzise eingesetzt werden.

Obwohl die Teilnahme an sämtlichen 3 Seminaren empfohlen wird, können auch einzelne Seminare besucht werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Grundlagen wie beispielsweise der Aufbau einer TCM-Rezeptur, die richtige Dosierung, Darreichungsformen der Kräuter, Dauer der Verschreibung, Anwendung bei Kindern, Toxikologie etc. nur während des ersten Seminares im Detail besprochen werden.

Bei jeder der zu besprechenden Rezeptur sind die einzelnen Kräuter mit entsprechender Tagesdosis in Gramm pro Tag angeführt; danach folgen Wirkung, Indikation und entsprechende westliche Krankheitsbilder sowie der Zungen- und Pulsbefund stichwortartig. Um das Verständnis zu vertiefen, wird sowohl der Aufbau als auch die Wirkung der einzelnen Kräuter der jeweiligen Rezeptur erklärt.

Alle Kursteilnehmer/Innen erhalten zusätzlich zu den Skripten am ersten Wochenende eine Zusammenfassung von mehr als 200 westlichen Kräutern. (Bei jedem Kraut werden neben dem deutschen Namen auch der pharmazeutische Name sowie Geschmack, thermische Wirkung und Organzuordnung angeführt.)

Um die Kurse nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch zu gestalten, werden wir einige Kursteilnehmer (freiwillig!) nach den Kriterien der TCM diagnostizieren und ihnen eine entsprechende Rezeptur zusammenstellen.

Teilnahmevoraussetzung: Um den Kurs optimal gestalten zu können, werden gute TCM-Kenntnisse vorausgesetzt.

Wir werden uns mit dem Erstellen zahlreicher Rezepturen beschäftigen. Aus diesem Grund wäre es wünschenwert, wenn den KursteilnehmerInnen die Wirkungen der wichtigsten Einzelkräuter vor dem Beginn der 3 Wochenenden bereits vertraut wären.

Die Kursinhalte im Überblick:

Seminar C:
13. Rezepturen, die das Blut tonisieren
14. Rezeptur, die Qi und Blut tonisiert
15. Rezepturen, die das Yin nähren
16. Rezepturen, die das Yang tonisieren
17. Rezeptur, die den Qi-Fluss unterstützt
18. Rezepturen, die die Blut-Zirkulation anregen

Literaturempfehlungen:
Ploberger Florian, Das Grosse Buch der Westlichen Kräuter aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin, Bacopa Verlag
Ploberger Florian, Westliche Kräuter aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin, Bacopa Verlag
Ploberger Florian, Westliche und traditionell chinesische Heilkräuter. Die 50 wichtigsten Rezepturen, Urban & Fischer Elsevier
Ross Jeremy, Westliche Heilpflanzen und Chinesische Medizin - Kombination und Integration, Verlag Systemische Medizin
Ross Jeremy, Westliche Heilpflanzen und Chinesische Medizin. Eine klinische Materia Medica. 120 westliche Heilpflanzen und ihre therapeutische Anwendung, Verlag Systemische Medizin

Das BACOPA BILDUNGSZENTRUM ist eine seit 2003- vom Land OÖ, dem Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds, dem Land Kärnten und Salzburg - zertifizierte Erwachsenenfortbildungseinrichtung und ermöglicht so den Teilnehmenden individuelle finanzielle Förderungen. Informieren Sie sich bitte bei den jeweiligen Stellen.

Wann? Samstag, 04. und Sonntag, 05. Mai 2019
Kurszeiten:
Samstag 9.00 bis 13.00 und 14.30 bis 17.00
Sonntag 9.00 bis 13.00

Wo? BACOPA Bildungszentrum, Waidern 42, 4521 Schiedlberg/OÖ

220,- Euro inkl. 20% Mwst

Anmeldungen: ab sofort bei: Bacopa Seminare, Waidern 42, A-4521 Schiedlberg, Österreich.
Beschränkte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB-LVA) der Bacopa für Seminare und Fortbildungen.

Fax: 0732-770870-16 oder per E-Mail unter: bildungszentrum@bacopa.at


Seminarleitung:

Ploberger Florian

Dr. med. Florian Ploberger B. Ac., MA
Geboren im Wasser-Büffel-Yin-Jahr 1973.

Schwerpunkte:
Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) und Tibetische Medizin.

Ausbildungen:
Medizinstudium und Turnus in Wien, Akupunkturausbildung bei der Österreichischen Gesellschaft für Akupunktur und Aurikulotherapie 1996; dreijährige TCM-Ausbildung bei Claude Diolosa bis 1998; Bachelor in Akupunktur der K.S. Universität in den USA 1999; vier Semester Studium der Sinologie sowie 37 teilweise mehrmonatige Studien- und Forschungsaufenthalte in China (TCM-Universität in Peking, TCM-Universität in Chengdu), Indien (LTWA - Library of Tibetan Works & Archives, Men-Tsee-Khang (Institut für Tibetische Medizin und Astrologie unter der Schirmherrschaft des XIV. Dalai Lama in Dharamsala, Nordindien)) und Nepal. 2012 Master der Tibetologie an der Universität Wien.

Wahlarzt in Wien.

Internationale Lehrtätigkeit und zahlreiche Publikationen in den Themenbereichen TCM (z.B. das bereits in 8. Auflage erschienene Buch Westliche Kräuter aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (auch in englischer Sprache unter Western Herbs from the
Traditional Chinese Medicine Perspective erhältlich), das bei Elsevier erschienene Buch Westliche und traditionell chinesische Heilkräuter) und Tibetische Medizin. Zahlreiche Artikel in deutschen sowie englischsprachigen Fachzeitschriften.

Leiter des Wissenschaftlichen Beirates des Bacopa-Bildungszentrums in Oberösterreich sowie Präsident der Österreichischen Ausbildungsgesellschaft für Traditionelle Chinesische Medizin (ÖAGTCM). Mitglied von IASTAM (International Association for the Study of Traditional Asian Medicine).

2008 wurde er vom Men-Tsee-Khang eingeladen, dort Vorträge zu halten.
Seit 2007 Lehrtätigkeit als Univ. Lektor am Institut für Südasien-, Tibet- und Buddhismuskunde (ISTB) der Universität Wien über diverse Themen der Tibetischen Medizin. Im Rahmen dieser Tätigkeit konnte er bedeutende tibetische Ärzte wie beispielsweise Dr. Dawa, Dr. Namgyal Qusar, Dr. Tsultrim Kalsang, Dr. Teinlay P. Trogawa sowie die Astrologin Dr. Tsering Choezom zu Gastvorträgen an die Universität einladen.
Im Sommer-Semester 2010 ein Semester lang Lehrtätigkeit am Institute of South and Central Asia der Prager St. Charles University, 2011 ein Gastvortrag am Institut für Ostasienwissenschaften der Universität Wien / Bereich Sinologie, seit 2012 jährlich ein Gastvortrag an der Medizinischen Universität Wien im Rahmen der Ringvorlesung Komplementärmedizin, 2014 vier Vorträge über Westliche Kräuter aus Sicht der TCM auf Einladung der Österreichischen Apothekerkammer sowie ein Vortrag am Institut der Sozialanthropologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW).

Darüber hinaus Vortragstätigkeit bei diversen internationalen Kongressen, beispielsweise 2012 am 12. ICOM-Kongress in Seoul/Südkorea, 2014 am 3rd International Congress on Traditional Tibetan Medicine in Kathmandu/Nepal sowie Vorsitzender der Sitzung Akupunktur beim Menopausekongress in Wien (Veranstalter: Universitätsklinik für Frauenheilkunde), 2015 am International Workshop on Tibetan medical formulas an der University of Westminster in London / British Academy, am Establishing Meeting for the Tibetan Medicine Committee of the World Federation of Chinese Medicine Societies & First Annual Conference on Tibetan Medicine in Xining, China sowie bei der 4th International Academic Conference on Comparison of Traditional and Modern Medicine in Yunnan, China, als keynote speaker.

2009 wurde er offiziell von Dr. Dawa, dem damaligen Direktor des Men-Tsee-Khang, in Absprache mit dem Health Department der Exilregierung der Tibeter mit der Übersetzung der ersten beiden Teile des bedeutendsten Werkes der Tibetischen Medizin (rgyud bzhi) beauftragt. Dieser nun unter dem deutschen Titel Wurzeltantra und Tantra der Erklärungen erschienene Text dient seit dem 12. Jahrhundert als Grundlagentext in der Ausbildung der tibetischen Mediziner und wird noch heutzutage auswendig gelernt.
2011 wurde er von Dr. Tamdin, dem damaligen Direktor des Men-Tsee-Khang, mit der Übersetzung des letzten Teiles der rgyud bzhi beauftragt (erschienen 2015 unter dem Titel Das letzte Tantra aus Die vier Tantra der Tibetischen Medizin).

Preisträger des lebensweise-Preises 2013 in der Kategorie Wissenschaft & Medizin.

Mehr Informationen finden Sie unter www.florianploberger.com

Herr Dr. Ploberger unterrichtet seit 2000 im Bacopa Bildungszentrum.

Bacopaverlag

Österreichische Ausbildungsgesellschaft für Traditionelle Chinesische Medizin
Tel: ++43-(0)7251–22235-14, Fax: 22235-16
ÖAGTCM Waidern 42, 4521 Schiedlberg/Austria - E-Mail: info@oeagtcm.at