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ÖSTERREICHISCHE AUSBILDUNGSGESELLSCHAFT
FÜR TRADITIONELLE CHINESISCHE MEDIZIN (TCM)

Oktober 2017

TCM-Fachseminare

Zungendiagnose in der Chinesischen Medizin

Dieser Kurs richtet sich an all jene, die ihr Wissen in der chinesischen Zungendiagnostik vertiefen wollen. Grundvoraussetzung für die Teilnahme ist ein Verständnis über die Grundlagen der TCM-Physiologie und -Pathologie.
Ein Schwerpunkt wird auf die praktische Durchführung der Zungendiagnostik durch die Kursteilnehmer gelegt.

DER INHALT DES KURSES

1. NORMALE ZUNGE

Die Zunge sollte Shen haben. Dies zeigt sich in:

1. Zart rosa Zungenkörper
2. Einem verwurzelten Belag
3. Guter Beweglichkeit der Zunge
4. Form ist symmetrisch

2. VORGEHEN BEI DER DIAGNOSE

Position: Der Patient sollte die Zunge kurz und ohne Kraft herausstrecken. Bei einem längeren Herausstrecken verfärbt sich die Zunge bläulich, dies sollte nicht als Stagnation missgedeutet werden.
Licht: Tageslicht sollte bevorzugt werden. Falls dies nicht möglich ist, möglichst immer die gleiche Beleuchtungsquelle verwenden!
Tageszeit: Es wird empfohlen, am Morgen die Zunge zu betrachten.
Cave: Nahrungsmittel und Getränke verfärben die Zunge.

3. BEREICHE DER ZUNGENDIAGNOSTIK

Zungenkörper Shi Zhi
Dieser gibt Auskunft über das Zheng Qi

Zungenbelag Shi Tai
Dieser gibt Auskunft über das Xie Qi (PE = Pathogener Erreger)

Es werden jeweils die Form und Farbe beurteilt.
Der Zungenbelag unterliegt sehr raschen Veränderungen, während sich der Zungenkörper langsam verändert.
So lautet ein Sprichwort der chinesischen Medizin:
Der Zungenkörper zeigt, was du hast, und der Belag der Zunge gibt Hinweise darauf, was du bekommen wirst.

4. BEURTEILUNGEN

4.1 ZUNGENFARBE

Diese gibt Hinweise über Hitze (Re) und Kälte (Han) und über die Eindringtiefe der Erkrankung.
Die Zungenfarbe lässt auf Veränderungen des Qi, Blutes (Xue), Yin und Yang schließen.

4.2 FORM DES ZUNGENKÖRPERS

Allgemein gilt, dass eine große Zunge auf eine kräftige Konstitution hinweist, während eine zarte Zunge auf eine eher schwache Konstitution schließen lässt

Die Zungenform gibt Hinweise über die Säfte (Jin Ye).
Ein Zuviel an Säften, auch durch Stagnationen hervorgerufen, führt zu einer Schwellung im dazugehörenden Bereich; bei einem Mangel bilden sich Risse und die Zunge zieht sich zusammen.

Je breiter die Zunge ist, desto mehr Feuchtigkeit besteht.
Je dicker die Zunge ist, desto mehr Schleim-Stagnation (Tan) weist der Patient auf.
Zahnabdrücke sind ein Hinweis für einen Milz-Yang-Mangel
Rote Papillen deuten auf Hitze, toxische Hitze (Re Du) oder einen PE hin.

4.3 ZUNGENBEWEGLICHKEIT

4.4 BESCHAFFENHEIT DES BELAGES

4.5 FARBE DES ZUNGENBELAGES

4.6 VENEN AM ZUNGENGRUND

5. MERKMALE DER ZUNGE BEI VERSCHIEDENEN TCM-KRANKHEITSBILDERN

5.1 QI-MANGEL
5.2 YANG-MANGEL
5.3 BLUT-MANGEL
5.4 YIN-MANGEL
5.5 FÜLLE

Das BACOPA BILDUNGSZENTRUM ist eine seit 2003- vom Land OÖ, dem Cert NÖ, dem Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds, dem Land Kärnten und Salzburg - zertifizierte Erwachsenenfortbildungseinrichtung und ermöglicht so den Teilnehmenden individuelle finanzielle Förderungen. Informieren Sie sich bitte bei den jeweiligen Stellen.

Wann? Samstag, 14. und Sonntag, 15. Oktober 2017
Kurszeiten:
Samstag 9.00 bis 13.00 und 14.30 bis 17.00
Sonntag 9.00 bis 13.00

Wo? BACOPA Bildungszentrum, Waidern 42, 4521 Schiedlberg/OÖ

200,- Euro inkl. 20% Mwst

Anmeldungen: ab sofort bei: Bacopa Seminare, Waidern 42, A-4521 Schiedlberg, Österreich.
Beschränkte Teilnehmerzahl. Bitte beachten Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB-LVA) der Bacopa für Seminare und Fortbildungen.

Fax: 0732-770870-16 oder per E-Mail unter: bildungszentrum@bacopa.at


Seminarleitung:

Ploberger Florian

Dr. med. Florian Ploberger B. Ac., MA
Geboren im Wasser-Büffel-Yin-Jahr 1973.

Schwerpunkte:
Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) und Tibetische Medizin.

Ausbildungen:
Medizinstudium und Turnus in Wien, Akupunkturausbildung bei der Österreichischen Gesellschaft für Akupunktur und Aurikulotherapie 1996; dreijährige TCM-Ausbildung bei Claude Diolosa bis 1998; Bachelor in Akupunktur der K.S. Universität in den USA 1999; vier Semester Studium der Sinologie sowie 37 teilweise mehrmonatige Studien- und Forschungsaufenthalte in China (TCM-Universität in Peking, TCM-Universität in Chengdu), Indien (LTWA - Library of Tibetan Works & Archives, Men-Tsee-Khang (Institut für Tibetische Medizin und Astrologie unter der Schirmherrschaft des XIV. Dalai Lama in Dharamsala, Nordindien)) und Nepal. 2012 Master der Tibetologie an der Universität Wien.

Wahlarzt in Wien.

Internationale Lehrtätigkeit und zahlreiche Publikationen in den Themenbereichen TCM (z.B. das bereits in 8. Auflage erschienene Buch Westliche Kräuter aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (auch in englischer Sprache unter Western Herbs from the
Traditional Chinese Medicine Perspective erhältlich), das bei Elsevier erschienene Buch Westliche und traditionell chinesische Heilkräuter) und Tibetische Medizin. Zahlreiche Artikel in deutschen sowie englischsprachigen Fachzeitschriften.

Leiter des Wissenschaftlichen Beirates des Bacopa-Bildungszentrums in Oberösterreich sowie Präsident der Österreichischen Ausbildungsgesellschaft für Traditionelle Chinesische Medizin (ÖAGTCM). Mitglied von IASTAM (International Association for the Study of Traditional Asian Medicine).

2008 wurde er vom Men-Tsee-Khang eingeladen, dort Vorträge zu halten.
Seit 2007 Lehrtätigkeit als Univ. Lektor am Institut für Südasien-, Tibet- und Buddhismuskunde (ISTB) der Universität Wien über diverse Themen der Tibetischen Medizin. Im Rahmen dieser Tätigkeit konnte er bedeutende tibetische Ärzte wie beispielsweise Dr. Dawa, Dr. Namgyal Qusar, Dr. Tsultrim Kalsang, Dr. Teinlay P. Trogawa sowie die Astrologin Dr. Tsering Choezom zu Gastvorträgen an die Universität einladen.
Im Sommer-Semester 2010 ein Semester lang Lehrtätigkeit am Institute of South and Central Asia der Prager St. Charles University, 2011 ein Gastvortrag am Institut für Ostasienwissenschaften der Universität Wien / Bereich Sinologie, seit 2012 jährlich ein Gastvortrag an der Medizinischen Universität Wien im Rahmen der Ringvorlesung Komplementärmedizin, 2014 vier Vorträge über Westliche Kräuter aus Sicht der TCM auf Einladung der Österreichischen Apothekerkammer sowie ein Vortrag am Institut der Sozialanthropologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW).

Darüber hinaus Vortragstätigkeit bei diversen internationalen Kongressen, beispielsweise 2012 am 12. ICOM-Kongress in Seoul/Südkorea, 2014 am 3rd International Congress on Traditional Tibetan Medicine in Kathmandu/Nepal sowie Vorsitzender der Sitzung Akupunktur beim Menopausekongress in Wien (Veranstalter: Universitätsklinik für Frauenheilkunde), 2015 am International Workshop on Tibetan medical formulas an der University of Westminster in London / British Academy, am Establishing Meeting for the Tibetan Medicine Committee of the World Federation of Chinese Medicine Societies & First Annual Conference on Tibetan Medicine in Xining, China sowie bei der 4th International Academic Conference on Comparison of Traditional and Modern Medicine in Yunnan, China, als keynote speaker.

2009 wurde er offiziell von Dr. Dawa, dem damaligen Direktor des Men-Tsee-Khang, in Absprache mit dem Health Department der Exilregierung der Tibeter mit der Übersetzung der ersten beiden Teile des bedeutendsten Werkes der Tibetischen Medizin (rgyud bzhi) beauftragt. Dieser nun unter dem deutschen Titel Wurzeltantra und Tantra der Erklärungen erschienene Text dient seit dem 12. Jahrhundert als Grundlagentext in der Ausbildung der tibetischen Mediziner und wird noch heutzutage auswendig gelernt.
2011 wurde er von Dr. Tamdin, dem damaligen Direktor des Men-Tsee-Khang, mit der Übersetzung des letzten Teiles der rgyud bzhi beauftragt (erschienen 2015 unter dem Titel Das letzte Tantra aus Die vier Tantra der Tibetischen Medizin).

Preisträger des lebensweise-Preises 2013 in der Kategorie Wissenschaft & Medizin.

Mehr Informationen finden Sie unter www.florianploberger.com

Herr Dr. Ploberger unterrichtet seit 2000 im Bacopa Bildungszentrum.

Bacopaverlag

Österreichische Ausbildungsgesellschaft für Traditionelle Chinesische Medizin
Tel: ++43-(0)7251–22235-14, Fax: 22235-16
ÖAGTCM Waidern 42, 4521 Schiedlberg/Austria - E-Mail: info@oeagtcm.at